Rohrsanierung ohne Aufgraben – mit Inliner-Technik
Defekte Abwasserrohre grabenlos sanieren: Brawo- & Kurzliner-Technik DN 70–300, ohne Wände oder Böden aufzustemmen.

Ein gebrochenes oder undichtes Abwasserrohr bedeutet nicht automatisch eine großflächige Baustelle. Mit moderner Rohrsanierung – insbesondere dem Inliner-Verfahren – lassen sich viele Schäden von innen beheben: kein Aufgraben, kein Aufbruch von Estrich, keine zerstörten Fliesen. Haustechnik & WasserschadenHilfe Krüger saniert Rohre DN 70–300 grabenlos mit Brawoliner, Kurzliner und Fräsroboter-Vorbereitung – nach DIN-gerechter Kamera-Abnahme.
Was viele nicht wissen: Risse, Versatzstellen und undichte Muffen sind in Rohrleitungen ab etwa 30 Jahren Alter häufig. Das schleichende Eindringen von Schmutzwasser in den Boden oder Grundwasser ist nicht nur ein Umweltproblem, sondern kann zur Leckortung und aufwendigen Trocknungsmaßnahmen führen. Die grabenlose Sanierung löst das Problem an der Wurzel – schnell, substanzschonend und nachhaltig.
Verfahren im Vergleich – welche Methode für welchen Schaden
Nicht jede Schadstelle benötigt eine Vollsanierung. Wir wählen das wirtschaftlichste Verfahren für den jeweiligen Befund – von der gezielten Kurzliner-Reparatur bis zur Schlauchliner-Sanierung ganzer Leitungsabschnitte.
| Verfahren | Einsatz | Rohrdurchmesser | Vorteil |
|---|---|---|---|
| Schlauchliner (Brawoliner) | Längere schadhafte Abschnitte, Grundleitungen | DN 70–300 | Vollständige Erneuerung des Rohrs von innen, wurzelfest, dicht |
| Kurzliner (Hutprofilverfahren) | Punktuelle Schäden, einzelne Risse, Muffenversatz | DN 70–300 | Minimaler Eingriff, nur die Schadstelle wird abgedichtet |
| Fräsroboter (Vorbereitung) | Inkrustationen, Wurzeln, Hindernisse vor dem Liner | DN 90–250 | Rohr wird für den Liner vorbereitet, Hindernisse entfernt |
So gehen wir vor – der Sanierungsablauf
Eine Rohrsanierung ist ein mehrstufiger Prozess. Sorgfältige Vorbereitung und eine abschließende Kamera-Abnahme sind ebenso wichtig wie das eigentliche Einbringen des Liners. Wir führen alle Schritte aus einer Hand durch.
- Diagnose per Kamerainspektion – Bevor wir sanieren, wissen wir genau, was im Rohr ist: Rissart, Lage, Länge, Gefälle. Grundlage ist die Kanal-TV-Inspektion. Jeder Befund wird videoaufgezeichnet und protokolliert.
- Vorreinigung – Hochdruckspülung oder Kettenschleuder entfernt Ablagerungen, Fett und losen Schmutz. Bei harten Inkrustationen oder Wurzeln übernimmt der Fräsroboter (DN 90–300).
- Liner-Vorbereitung – Der mit Epoxidharz oder Polyesterharz getränkte Schlauch wird auf Maß konfektioniert und geprüft. Materialqualität und Harzmenge werden nach Herstellervorgaben und nach DIBt Zulassung entsprechend angewendet.
- Einbringen und Aushärten – Der Liner wird per Invertierung oder Seilzug eingebracht und anschließend mit Druckluft oder UV-Licht ausgehärtet. Die Aushärtezeit beträgt je nach Verfahren 30 Minuten bis 18 Stunden.
- Kamera-Abnahme – Nach der Sanierung fahren wir erneut durch das Rohr. Das Ergebnis wird video-dokumentiert und in einem Abnahmeprotokoll festgehalten – normgerecht, versicherungs- und behördenkonform.
- Übergabe und Dokumentation – Sie erhalten Videoaufnahme, Abnahmeprotokoll und Gewährleistungsunterlagen. Auf Wunsch auch als regulierungsfähige Dokumentation für Ihre Versicherung.
Wann ist eine grabenlose Rohrsanierung nicht möglich?
Die Inliner-Technik ist leistungsstark, aber nicht für jeden Fall geeignet. Es gibt Situationen, in denen eine offene Sanierung die wirtschaftlichere oder technisch einzig mögliche Lösung bleibt.
Grenzen des Verfahrens:
- Rohre mit starken Querschnittsveränderungen oder Verformungen, die eine Kameradurchfahrt verhindern
- Leitungen mit zu vielen Bögen (90° Bögen auf kurzer Strecke)
- Rohre unterhalb des Grundwasserspiegels mit aktivem Wassereinbruch (Nassvorbereitung notwendig)
- Schäden mit vollständigem Querschnittsverlust (Einsturz) – hier muss zunächst geöffnet werden
- Asbestrohre: erfordern eine gesonderte Gefährdungsbeurteilung und ggf. Sonderentsorgung eine Sanierung im Linerverfahren kann aber möglich sein.
In diesen Fällen führen wir die Sanierung offen durch oder kombinieren beide Verfahren. Wir beraten Sie unverbindlich, welche Methode für Ihren konkreten Befund die beste Lösung ist – Büro 04423 9164020.
Kostenvorteil gegenüber der offenen Baustelle
Der größte Kostenfaktor bei einer klassischen Rohrsanierung ist nicht das Rohr selbst, sondern das Drumherum: Estrichaufriss und Wiederverfüllung, neue Fliesen, wiederhergestellte Außenanlagen, Schadensminimierung an angrenzenden Bauteilen, Nutzungsausfall. Beim Inliner-Verfahren entfallen diese Positionen weitgehend.
Als Faustformel gilt: Eine grabenlose Sanierung ist in der Regel um 30–70 % günstiger als eine vergleichbare offene Maßnahme – bei deutlich kürzerer Bauzeit. Ein Inliner ist an einem einzigen Tag eingebracht und ausgehärtet. Die Leitung ist sofort wieder nutzbar.
Zertifizierung, Erfahrung, regionale Kompetenz
Haustechnik & WasserschadenHilfe Krüger ist Meisterbetrieb seit 2003 mit Sitz in Schortens und langjähriger Erfahrung in der grabenlosen Sanierung von Privat- und Gewerbeobjekten. Wir setzen ausschließlich normgerechte Liner-Systeme ein (Brawoliner-Produktfamilie, zertifiziert nach europäischen Normen) und dokumentieren jede Sanierung videografisch nach DWA-M 149-2 oder nach Arbeitshilfen Abwasser.
Unser Einsatzgebiet umfasst Schortens, Wilhelmshaven, Jever, Sande, Varel, Wittmund, Wangerland und das gesamte Friesland bis etwa 40 km Radius. Für Notfälle sind wir rund um die Uhr erreichbar: Notdienst 0171 1120205. Für Beratung und Terminvergabe: Büro 04423 9164020. Oder nutzen Sie unser Kontaktformular für eine unverbindliche Anfrage.
- Schlauchliner Brawoliner DN 70–300
- Kurzliner für punktuelle Rohrschäden DN 100–300
- Fräsroboter zur Vorbereitung DN 90–300
- Kamera-Abnahme nach DWA-M 149-2 oder nach Arbeitshilfen Abwasser.
- Normgerechte Dokumentation für Versicherung und Behörden
- Sanierung von Fall-, Grund- und Anschlussleitungen
Häufige Fragen zu Rohrsanierung (Inliner)
Was ist eine grabenlose Rohrsanierung?
Ein mit Epoxidharz oder Polyesterharz getränkter Schlauch (Liner) wird in das defekte Rohr eingebracht und unter Druck oder UV-Licht ausgehärtet. Er bildet ein neues, dichtes Rohr im alten – ohne dass Böden, Wände oder Außenanlagen aufgebrochen werden müssen. Das Ergebnis wird anschließend per Kamera abgenommen und dokumentiert.
Für welche Rohre eignet sich das Inliner-Verfahren?
Das Verfahren eignet sich für Fall-, Grund- und Anschlussleitungen DN 70–300. Bei punktuellen Schäden wie einzelnen Rissen oder Muffenversatz setzen wir Kurzliner ein; bei längeren schadhaften Strecken den Schlauchliner (Brawoliner). Ob das Verfahren für Ihre Leitung passt, klären wir per Kamerainspektion.
Ist die grabenlose Sanierung günstiger als eine offene Baustelle?
In der Regel ja – erfahrungsgemäß um 30–70 %, weil keine Böden, Fliesen, Estriche oder Außenanlagen aufgebrochen und wiederhergestellt werden müssen. Hinzu kommen eine deutlich kürzere Bauzeit und ein geringerer Nutzungsausfall: Ein Inliner ist meist an einem Tag eingebracht und ausgehärtet.
Wie lange hält eine Inliner-Sanierung?
Fachgerecht ausgeführt mit normierten Linermaterialien erreicht eine Sanierung eine Nutzungsdauer von mehreren Jahrzehnten. Der Liner ist dicht, wurzelfest und korrosionsbeständig. Wir dokumentieren das Ergebnis per Kamera-Abnahme nach DWA-M 149-2 oder nach Arbeitshilfen Abwasser und stellen Gewährleistungsunterlagen aus.
Können Sie auch Bögen und Richtungswechsel sanieren?
Ja, für Bögen bis 45° setzen wir flexible Kurzliner ein. Bei größeren Richtungswechseln oder stark verformten Rohren ist vorab per Kamera zu klären, ob ein durchgängiger Liner möglich ist oder ob einzelne Abschnitte mit Kurzlinern abgedichtet werden.
Was passiert vor der eigentlichen Sanierung?
Zunächst inspizieren wir das Rohr per Kanal-TV nach DWA-M 149-2 oder nach Arbeitshilfen Abwasser, um den Schadensumfang exakt zu kennen. Dann wird die Leitung hochdruckgespült; bei harten Inkrustationen oder Wurzeln bereitet unser Fräsroboter das Rohr vor. Erst wenn die Leitung sauber und befahrbar ist, wird der Liner eingebracht.
Übernimmt die Versicherung die Rohrsanierung?
Bei versicherten Leitungswasserschäden übernimmt die Gebäudeversicherung in vielen Fällen die Sanierungskosten, wenn der Schaden durch einen versicherten Leitungswasserausfall entstanden ist. Wir erstellen die komplette regulierungsfähige Dokumentation – Befundbericht, Kamerafilm, Abnahmeprotokoll – für Ihre Versicherung.
Ist die Leitung nach der Sanierung sofort wieder nutzbar?
Ja. Sobald der Liner vollständig ausgehärtet ist – je nach Verfahren und Linerdicke 30 Minuten bis 18 Stunden – kann die Leitung wieder in Betrieb genommen werden. Es ist kein Aushärte-Wartetag nötig, wie es bei Beton- oder Mauermörtelarbeiten der Fall wäre.
Wie finde ich heraus, ob mein Rohr sanierungsbedürftig ist?
Häufige Hinweise sind wiederkehrende Verstopfungen, Geruch aus dem Abfluss, feuchte Stellen an Wand oder Boden nahe Leitungen, oder ein erhöhter Wasserverbrauch ohne erkennbare Ursache. Eine Kanal-TV-Inspektion gibt Gewissheit – sprechen Sie uns an: Büro 04423 9164020.
Darauf können Sie sich verlassen
Rohrsanierung ohne Aufgraben nötig?
Rufen Sie unseren 24/7-Notdienst oder schreiben Sie uns – wir sind schnell für Sie da in Friesland & Wilhelmshaven.
